Schwimmtraining
Kraultechnik

mit Marco Henrichs

„Alles ist schwer bevor es leicht wird!“

Unverhofft kommt oft – und so kam es, das vor einigen Tagen eine Anfrage für die Austragung von mehreren Trainingscamp zum Thema Schwimmtechnik / Kraultechnik Training vom Extremschwimmer Marco Henrichs bei uns eintraf. Die Daten waren schnell fixiert, aber wer ist dieser Marco Henrichs? Um das herauszufinden, habe ich ihn angerufen und viele Fragen gestellt und man höre und staune eine richtig spannende und interessante Vita dieses Berufsfeuerwehrmannes und gebürtigen Rheinländers!

Marco, du hast 24 Jahre Triathlon Erfahrung hinter dir und hast dich vor zwei Jahren auf Langstreckenschwimmen spezialisiert. Was ist dein neuestes Projekt bzw. Ziel?

 

Zur Zeit bin ich in Vorbereitung für einen neuen Weltrekord Versuch in Russland. Die Strecke ist 77 km lang. Ich schwimme die gesamte Länge des Flusses Newa und möchte als erster Schwimmer der Welt die Zeit von unter 11 Stunden knacken. Dabei habe ich eine Eigengeschwindigkeit von 4km/h und addiert mit der Strömung von 2,5-3km/h versuche ich mit ca. 7km/h das schwierige Unterfangen möglich zu machen.

Außerdem möchte ich ein Zeichen setzten für die Völkerverständigung zwischen Deutschland und Russland. Die Medien schreiben, dass ich für den Weltfrieden schwimme. Als Sportler kann man hier sehr gut eine Brücke bauen ohne politisch zu werden.

Schwimmtraining

Du hast vor kurzem über 26 Kilometer von St. Petersburg nach Kronstadt in der eiskalten Ostsee den Jahresrekord gebrochen. Wie kommt man auf so eine ausgefallene Idee quer durch die baltische See bei 14 Grad Wassertemperatur zu schwimmen?

 

Ich wurde vom Veranstalter eingeladen und als Extremsportler reizen mich natürlich immer wieder solche Extreme. Die positiven Reaktionen der Medien waren enorm und dass hat mich als Sportler und Botschafter des Friedens sehr beeindruckt.

Was hast du dir als nächstes Ziel vorgenommen?

 

Nach dem Weltrekordversuch steht ein Wechsel zu einem starken Russischen Schwimmverein in Moskau an. Ich konnte einen enormen Erfahrungsschatz aus der  Triathlonschwimmschule sowie der deutschen Schwimmschule gewinnen. Kombiniert mit der erfolgreichen russischen Schwimmschule, macht das ganze zu einer sehr guten Kombination wovon die Athleten in meinen Camps nachweislich stark profitieren.

Mein wichtigstes Ziel ist es die „Seven Oceans“ zu schwimmen. 2018 steht hierfür der Ärmelkanal oder die Cook-Strait auf dem Plan.

Zur Erklärung, die Oceans Seven ist eine Langstrecken Schwimmherausforderung und gilt als Marathonschwimmen, an dem sieben Meerengen auf fünf Kontinenten durchschwommen werden müssen. Bis dato haben das erst 6 Personen geschafft! Ein striktes Neoprenverbot erschwert die Bedingungen für die Langstreckenschwimmer. Zu den sieben Kanaldurchquerungen gehören:

  • die Straße von Gibraltar, zwischen Spanien und Marokko übrigens die niedrigste Hürde mit nur 14,4 km aber extreme Strömungen aufweist
  • der Catalina Channel, zwischen Santa Catalina Island und Los Angeles mit einer Strecke von 33,7 km ist trotz angenehmer Wassertemperaturen äußerst schwierig
  • der Molokai Channel, zwischen Hawaii- Inseln Oahu und Milokai mit 44 km, hier ist auf Grund des Tropenklimas das Wasser schon eher zu warm
  • die Cook Strait, welche sich zwischen der Nor- und der Südinsel Neuseelands befindet und die einzige Passage auf der Südhalbkugel mit einer Länge von 26 km ist. Auch hier findet man
    auf Grund des Eiskalten Wassers und eine recht hohe Chance auf Haie zu treffen erschwerte Bedingungen vor.
  • der Tsugaru Channel, zwischen den japanischen Inseln Honshu und Hokkaido mit einer Länge von 20 km, stellt mit einer starken Strömung und mit vielen Walen sowie Schiffen seine Herausforderungen.
  • der North Channel, zwischen Irland und Schottland, mit einer Länge von 33, 7 km. Auf Grund der Wassertemperatur um die 12 Grad, heftigen Strömungen und starkem Seegang ist auch dieser Kanal eine der größten Herausforderungen.
  • der Ärmelkanal, zwischen Frankreich und Großbritannien mit ca. 34 km.

WORD RAP

Rammstein oder Klassik … Rammstein

Schwimmen oder Laufen … Schwimmen

Fleisch oder Gemüse … Fleisch

Meer oder Fluss … Meer

Berufliche Ziele – was liegt hier bei dir noch an?

Ich möchte meinen Hauptberuf als Brandschutzexperte reduzieren bis ganz ruhen lassen und mein Ziel ist es im nächsten Jahr mich mehr als Sportler und Athlet durchzusetzen. Mit meinen Sponsoren wie u.a. Power Bar, in dessen Eliteteam ich starte oder ZOGGS hoffe ich das gut verwirklichen zu können.

Marco, wir freuen uns auf das erste Kraulcamp im Oktober mit dir – vielleicht ja auch als neuer Weltrekordbrecher!

 

Wir wünschen dir morgen Toi Toi Toi!

Autor: Petra
Marketingleiterin Petra Hofmann
… frönt eher den angenehmen Dingen des Lebens und genießt gerne die kulinarischen Schmankerln und Tröpfchen aus allen Ländern. Die TAUERN SPA-Marketingleiterin geht es abseits der Arbeit gerne etwas ruhiger an. So lässt sie sich am Wochenende schon mal im Wellnessbereich verwöhnen, um für die neue Woche Kraft zu tanken.

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